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Jour Fix Date: ( Veranstaltung an der khs zur Praesentation studentischer Arbeiten )
Bkademie becomes B-Kademie
[ Die Einführung behandelte die Infrastruktur der Bkademie ]
Seit Anfang
des Wintersemesters gibt es jeden Mittwoch von 14-18.00uhr,
ein Treffen sowie zu entsprechenden Zeiten Vortraege, Diskussionen, Exkursionen,
Filme,
diverse Info-Media, Soundexperimente; es geht vor allem darum, sich Medien und
Techniken/Praktiken anzueignen, wozu alle herzlich eingeladen sind.
Die
benutzten und zu untersuchenden Materialien werden einem Inf0pool / Semesterapparat
oder das, was
sonst noch so "auf Lager" west, entlehnt.
- vorhandene technische Medien (DigiCam, MD, Videokamera, Computer, Drucker,
Scanner, etc.)
- Publicity ueber Internet, Mailinglisten, Netzwerke, Flyer, f2f, Vorlesungsverzeichnisse...
- Sponsor: BTR, Projektrat vom AStA/Uni Kassel,
Als
ein bereits beendetes Projektbeispiel steht die "Akademie Isotrop"(link
wird noch erstellt),
die 1996 von im Kern 6 Studierenden gegruendet wurde. Ein Teil der OrganisatorInnen
war
aufgrund angeblich fehlender bzw. passender Leistung aus der Kunsthochschule
Hamburg
rausflogen.
Die Presse-Geschichte der Bkademie:
Im Sommer
wurde von studentischer Seite ein Antrag fuer eine "Freie Klasse"
gestellt,
der abgelehnt wurde mit der Begruendung, dass "die Studenten in den Arsch
getreten
werden muessen, die brauchen das."(Zitat: Prof. Rademacher). Nur: wie kamen
diese
"kleinen Idioten" (Zitat: Prof. Rademacher) dazu, ganz von selbst
einen solchen Antrag
zu stellen ? Diese Frage spürt einer der seltsamsten Strukturen dieser
Kunsthochschule
auf, der inhaltlich in der Bkademie nachgegangen werden soll.
Statt einer
Zustimmung für ein solches Projekt sollte sich eine Arbeitsgruppe zusammen-
finden, die die pro- und contra-Argumente und die rechtliche Lage zunächst
diskutieren
sollte. Die Entwicklung einer Freien Klasse hielt sich lange bei der Raumfrage
auf, die für
viele die Bedingung einer Teilnahme/-gabe ist. Diese Freie Klasse kam dann jedoch
nicht
zustande.
Ende der
Sommersemesterferien erstellte ich eine Internetseite und eine kleine Liste
von
Veranstaltungen, die sich u.a. mit der Frage nach einer Freien Klasse beschäftigt
und
gleichzeitig eine "Freie Klasse" gewisserweise in Gang setzen sollte.
Ich verteilte Flyer, Plakate und die Vorlesungsverzeichnisse, die anscheinend
heiss
begehrt waren, da sie innerhalb von kuerzester Zeit fast alle verschwanden.
Einige Worte zu den thematischen Inhalten und zur Praxis.
Das lief bis Mitte Dezember ganz gut:
Nach einigen
Wochen hörte ich davon, dass das Heft einigen Personen unangenehm
aufgestossen sei. Es wurde von einem >agent provokateur< an die Rechtsabteilung
der
Uni weitergereicht, die damit wohl nicht allzuviel anfangen konnte. Wie ich
spaeter erfuhr,
ging es vor allem darum, dass man moeglicherweise Angst gehabt hätte, dieses
Heft sei
mit der Absicht verbunden, - ich zitiere - "die Kunsthochschule auszuhebeln
und deren
Programmatik zu übernehmen". Von anderer Seite wurden in einer Veranstaltung
terroristische Ansätzen vermutet - was nach dem 11.9. und nach Stockhausens
Äusserung ja durchaus hätte sein können.
La Révolution institutionelle ?
Später
erfuhr ich, dass es nur deshalb Verwirrung gegeben hätte, weil man gedacht
habe,
es hätte sich bei dem Verfasser des Heftes und dem Organisator der Veranstaltungen
um
einen Angestellten der Uni gehandelt. Ich zitiere: "Wenn darauf gestanden
hätte:
>Bkademie, ein studentisches Projekt < - dann hätte sich das keiner
auch nur angeschaut."
Darin könnte man fast - also ich sage wirklich nur FAST - eine implizite
Abwertung sehen -
vor allem, wenn es vorher noch hiess, dass damit vielleicht die khs ausgehebelt
werden könnte.
Da fällt mir gerade das Bild der 2 nebeneinanderhaengenden Türrahmen,
die mit ihrer einen Tür
die Unmöglichkeit wiedergeben, das Ausschluss- und Einschlussprojekt zu
einem endgueltigen
Ziel kommen zu lassen. Eine Geste (von Duchamp), die immer Zäsur bedeutet
! [nicht der
ideologische
Träger der Zukunft oder die Techno-Vision "We are one family"
als eine Art
Gegenwarts-Bestimmung.]
Um
eine Analyse auch dieser Ereignisse ging es in den letzten Mittwochs-"Semina-
ren", immer in Anknüpfung an die Frage nach dem, was "Freie Kunst"
und ein ebenso
benanntes Studium eigentlich strukturell und gesellschaftlich sein und beinhalten
könnte.
Es sind Ansätze der Untersuchung oder Ergebnisse - parole et réponse
- Aktion und reaction.
Inhaltlich ist das kein Dogma, sondern, denke ich, eine Möglichkeit, um
eine ästhetische
Ebene zu erleben - vielleicht eine Ästhetik des kritischen Denkens ? -
Der bkademische Ansatz sollte einen Raum eröffnen (nicht unbedingt befreien).
Die
eintreffenden TeilnehmerInnen und TeilgeberInnen (klingt wie Arbeitnehmer und
-geber in einem
Tauschsystem), die nicht nur Studierende oder andere Personen des Fachs sind,
können
ebenfalls Inhalte und (Des)Interesse, Material und Prognosen mitbringen, so
dass sich die
Ebenen der Diskurse entwickeln können.
Ohne Programm ist es wohl eher prozessuales Entstehen und Entdecken.
Die Sollbruchstellen an den Graden programmieren
Durch experimentelle
Handhabung der Organisationsformen werden Formen der Raumstruktur
abstrahiert, was ihre Oberfläche, ihren Rahmen und Inhalt, ihre Zusammenhänge
und
Oppositionalien angeht.
Bsp: der Hörsaal ist der Hörsaal. Aufbau, Absicht, wir befinden uns
zwischen Podium und
Tribuehne.
Der
Inhalt ist die Gegenwartsanalyse von den stattfindenden Situationen und Meinungen
-
zumindest gedanklich -. Wobei
es nicht darum geht, eine falsche open-space-technik zu
exemplifizieren, sondern um sie zu analysieren; sicherlich gibt es Be-gründungen,
also auch
Gründungen für die Bkademie. Open-space in Firmen ist pseudo. sie
heisst: Partizipation,
Kooperative und "Vernetzung"; und eigentlich geht es vor allem darum,
dass Geld verdient
werden muss. Das gilt gleichermassen für die künstlerische Produktion.
Damit komme
ich zu der Aussage, dass die "Freiheit der Kunst" absurd ist, ganz
im
Beckschen Sinne.
Nicht die richtige Qualität setzt sich durch, sondern z.b. eine verwertbare
Präsentation.
Und das ist nicht der Alltag sondern das Event.
Und damit Prost !
PA: Ankuendigungen
fuer die naechsten Veranstaltungen...
Kommentare:
es geht um den remix ?