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Bkademie

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Termine:
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Veranstaltungsuebersicht

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Die B-Seite einer Schallplatte hat sich waehrend des Anwachsens der DJ-Szene als eine Moeglichkeit zur Veroeffentlichung nicht-konventioneller Musikstuecke mit experimentellem Charakter herausgestellt; nicht selten wird sie als der eigentlich wichtige und interessante Teil von einer Platte angesehen (wie die informelle Cafepause).

Rainald Goetz schreibt dazu in "Westbam, Mix, Cuts & Scratches"(Merve Verlag Berlin 1997, S.76f):

 

"Tausendtoriges Theben
Die Geschichte der DJ-Musik ist eine Geschichte der B-Seiten. Sie beginnt beim Reggae, wo irgendein Typ plötzlich auf den brillianten Einfall kam: wir machen auf die B-Seite kein neues Stück, sondern so eine Alternativ-Version der A-Seite, für den DJ-use: den Dub-Mix. Und bis heute, wo das ganze Konzept längst eine emanzipierte Form angenommen hat, ist die B-Seite der Ort, wo die Geschichte fortschreitet. 'Tekno Trance' von 'D-Shake', 'Monkey say Monkey do', die B-Seite von 'Disco-Deutschland' oder eben die bahnbrechende 'B-Sides' von Frank de Wulf. Deshalb schreitet die Musik da schneller fort, weil es in Literatur, Kunst und Philosophie keine B-Seiten gibt."

 

 

linkliste

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angegliederte pro/objekte:
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- serverfestival.net
- serverfestival.de

- The/no Thing in kassel
- auto-cue.net

 

Die Form der Bkademie ist in ihrer Repraesentabilitaet das open/public (copyright freie) Label einer zu abstrahierenden Bildungsinstitution, deren Inhalt sich im jeweils zeitlichen, raeumlichen und aesthetischen Kontext und den anwesenden Personen ergibt (open space-struktur?). Flexible Struktur vs. "Sachzwang" der menschlichen Flexibilitaet.
Auf mixed Themenfeldern zwischen den Bereichen Kultur/Kunst, Politik, Oekonomie und Technik werden und wurden bereits diverse Veranstaltungen der Wissensvermittlung von Seminar, Workshop ueber Vortraege, Videoshows, Ausstellung, Diskussionsrunden etc. durchgefuehrt. Diese werden medial festgehalten, um sich spaeter deren Inhalten in unterschiedlichen Weisen naehern zu koennen, sie zu archivieren und zu re-mixen in real-mapping, association-blaster und unprofessional think-tanks. Die diverse Struktur macht Zwangswiederholungen deutlich, die durch ihre Inkenntnisnahme teilweise dekonstruiert und détournementiert werden koennen, was wiederum zu Veraenderungen in ihrer Struktur fuehrt.
Statt sich in und an den etablierten Bildungsinstitutionen und den darin bestaendig reproduzierten Hierarchien abzuarbeiten, macht die B sich weitgehend unabhaengig. Sie ist einer der zahllosen Versuche, eine andere Art von formaler und inhaltlicher Wissens- und Informationsvermittlung entgegenzusetzen, die sich experimentell zu den gegebenen Veranstaltungsrahmen verhaelt.
Es gibt keine Studierenden, ProfessorInnen etc. sondern nur TeilnehmerInnen/-geberInnen/Austauschende und (Des)Interessierte. Die administrativen Moeglichkeiten koennen von allen Teilen genutzt werden, was nicht nur zu einer Minimierung im Aufwand fuehrt, sondern auch bestaendig ueberdacht und von allen mitgestaltet werden kann.
Die Themenfelder der Bkademie untersuchen diese Praxis der B-Seite ("unprofessionell").
 
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Die B spielt an den Grenzen zwischen und mit den unterschiedlichen Strukturen von bereits bestehenden, alternativen und nicht-alternativen Ansaetzen der Medialitaet von Wissen und Information und besonders im kuenstlerischen und kunstvermittlerischen Kontext des Ausstellungswesens.

In erster Linie ist die Bkademie weder an der Produktion noch an der Reproduktion im besonderen interessiert, sondern an der diskursiven Auseinandersetzung ueber herrschende Verhaeltnisse und taktischen Utopien.

Kunstbezug:
Im kuenstlerischen Bereich bewegt sich die Bkademie zwischen den von Informationskunst und Projektart gewaehlten Formen und entwickelt staendig neue, ohne sich am buergerlichen Begriff der Autonomie der Kunst oder an der Entwicklung neuer Begriffsdefinitionen, von dem was oder wie Kunst sei, abzuarbeiten. Eher waere die Frage danach, unter welchen Umstaenden so etwas wie ein Kunstbegriff eine Rolle spielt und welche Aufgaben dieser Begriff im bestehenden System uebernimmt.
Aesthetik: Aesthetisch konzentriert sich die Bkademie auf eine andere Art der sinnlichen Wahrnehmung, die nur sekundaer mit den 5 Sinnen zu tun hat, und primaer sich an Wahrnehmungsstrukturen orientiert, die sich aus Sozialisation, gesellschaftlichen und oekonomischen Verhaeltnissen sowie Psychophantasmagorien ergeben.
Im besonderen handelt es sich bei den Inhalten um einen wissenschaftlichen Ansatz, bei dem davon ausgegangen wird, dass Inhalte und Formen sich immer gegenseitig konstituieren (Das Medium ist (nicht) die Message). Die Bkademie macht sich deshalb auch selbst zum Thema und nimmt dabei Informationsmaterialien zum Ausgang. Anderer Inhalt ist zb. die kritische Hinterfragung des in "normalen" Bildungsinstitutionen vermittelten Herrschaftswissens oder der ideologisch gerasterten Raeumlichkeiten, in denen die Bkademie statt-findet.
Die gegenseitige kritische Beobachtung und Beurteilung sogenannter subversiver oder sozialer sowie kuenstlerischer Ansaetze in bezug auf deren Weg zu angeblicher Interaktion und Partizipation und deren Begriffsdefinitionen soll helfen, die sozialen Brueche und Klassenverhaeltnisse in Gesellschaft und Individuum zu untersuchen.

Formatierungen:

Susanne Meyer

 
   

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